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VERPACKUNGSMATERIALIEN IM FOKUS -
UNSER MATERIALCHECK

Wir werden oft nach dem besten oder nachhaltigsten Verpackungsmaterial gefragt. Ihr Produkt ist einzigartig und daher gilt es hier eine individuelle Antwort zu finden. Eine nachhaltige Option kann fast jedes in Deutschland oder EU produzierte Verpackungsmaterial sein. Doch welche Verpackung ist für Ihr Produkt die richtige? Gerschon möchte Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen und hat sich die wichtigsten Materialeigenschaften von Kunststoffen, Glas und Co. genauer angeschaut.
Unsere Kriterien: Look & Image, Einsatzbereich (Produktschutz etc.), Preis, Herstellung, Transport/Versand, Recycling (in Deutschland), und die (Öko)Bilanz.

Kunststoffe


  • Größte Flexibilität bei Formen, Farben und Druck, von Pharma bis Luxuskosmetik
  • Kompatibel für die meisten Kosmetika, mit Ausnahme bestimmter Öle, Ester, Säuren etc.
  • Leicht, bruchsicher, mikrobiell einwandfrei, schützen Produkte optimal vor Umwelteinflüssen
  • Konventionelle Polymere basieren auf fossilen Rohstoffen, haben aber in Deutschland eine gute Recyclingquote und benötigen relativ wenig Energie beim Herstellen und Recyceln
  • Biobasiertes PE aus z.B. Zuckerrohr ist C02-positiv und wird regulär via Gelbe Tonne recycelt
  • PCR (Post Consumer Recycled Resin) PE und PP ist hochwertig und der Anteil in DE steigt stetig

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GLAS (Klar-, Braun-, Opal- und Milchglas)


  • Tiegel und Flaschen aus Glas wirken hochwertig und nachhaltig
  • Reagiert nicht mit Inhaltsstoffen, schützt das Produkt optimal (Braun- und Opalglas)
  • Herstellung aus “cleanen” Rohstoffen, aber energieaufwändig; Milchglas ist umweltbelastend
  • Teurer Transport weil schwer und wegen Bruchgefahr verpackungsintensiv
  • Recyclingquote gut, aber fehleranfällig und nur bei Mehrwegglas effizient
  • Bei Kosmetik und Pharma ist ein echtes Mehrwegsystem unrealistisch, dafür ist hier der „Lifecycle“ i.d.R. relativ lang weil das Produkt länger beim Verbraucher verweilt

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Papier und Karton


  • im Trend wegen seines nachhaltigen und nostalgischen Images
  • leicht, top Recyclingquote, als Rohstoff aus verantwortungsvollen Quellen gute Co2 Bilanz
  • Herstellung ist jedoch komplex und ökologisch problematisch, Altpapier ist oft mit bedenklichen Druckfarben belastet
  • bei Kosmetik und Pharma nur als Tüten für Pulver und Konzentrate, Schachteln für feste Seifen und co, sowie Kartonhülsen für Deosticks, Lippenstifte uä.
  • schützt nur als Verbundstoff vor Umwelteinflüssen, der sich dann schlechter recyceln lässt

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ALuminium und Weissbleche


  • wirkt nachhaltig, modern und rustikal/maskulin
  • leicht, guter Produktschutz
  • Für Tuben, Dosen, Deckel, Flaschenkörper; jedoch selten als Monomaterial einsetzbar sondern meist in Kombination mit Kunststoffen
  • Rohstoffabbau von Bauxit/ Eisenerz und Herstellung emissionsintensiv, verhältnismäßig teuer, umweltschädlich und invasiv
  • Beste Recycelbarkeit weil restlos; ohne Qualitätsverlust und energieeffizient

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Holz und Bambus


  • wirkt naturgemäß nachhaltig und wertig im Bio- und Luxuskosmetiksegment
  • begrenzt nutzbar, für Deckel und Ummantelungen in Kombination mit Kunststoffen und Glas
  • Co2 Bilanz positiv, wenn aus FSC-zertifiziertem Anbau
  • nicht zu verwechseln mit Biokunststoffen auf Holzfaserbasis
  • Entsorgung über Sperrmüll und Restmüll, Recycling durch Endverbraucher findet in Deutschland praktisch nicht statt
  • nachhaltiges Image, stimmt in der Praxis für Kosmetikverpackungen jedoch nicht

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